
Schon als Kind wusste ich, dass ich Golfprofi werden will und mich mit den besten Spielern der Welt messen möchte. Acht Jahre lang spielte ich in der Schweizer Nationalmannschaft und vertrat die Schweiz an acht Team-Europameisterschaften sowie zwei Team-Weltmeisterschaften. Nach einer erfolgreichen Amateurkarriere mit mehreren Schweizermeistertiteln wechselte ich 2019 ins Profilager. Mein grosses Ziel war es immer, mich auf der European Tour (heute DP World Tour) zu etablieren. 2020 gelang mir auf der Pro Golf Tour der entscheidende Durchbruch: Mit einem Platz in den Top 5 schaffte ich den Aufstieg auf die Challenge Tour. Das erste Jahr war voller Lernmomente, doch ich sah schnell, dass ich das Potenzial habe, ganz nach vorne zu kommen. 2022 wurde dann zu einem der Highlights meiner bisherigen Karriere. Mit acht Top-10-Platzierungen und meinem ersten grossen Sieg bei der English Trophy in England erreichte ich den 2. Rang im Jahresranking — und damit den Aufstieg in die DP World Tour 2023. Die Saison auf höchster europäischer Ebene war eine wertvolle Erfahrung. Auch wenn ich die Tourkarte nicht behalten konnte, habe ich auf und neben dem Platz enorm viel gelernt. Das Jahr 2024 verlief zunächst hart. Vor allem der Driver bereitete mir grosse Schwierigkeiten, und die Resultate blieben lange hinter meinen Erwartungen zurück. Gegen Ende der Saison fand ich jedoch wieder zu meinem Spiel und kämpfte bis zuletzt um den erneuten Aufstieg in die DP World Tour — den ich mit Rang 38 nur knapp verpasste. 2025 spielte ich erneut eine volle Saison auf der Challenge Tour. Es war ein Jahr mit Höhen und Tiefen: mental anspruchsvoll, spielerisch oft solide, aber ohne die ganz grossen Ergebnisse. Den direkten Aufstieg verpasste ich, dennoch konnte ich mein Spiel in vielen Bereichen stabilisieren und wichtige Erfahrungen für die kommenden Jahre sammeln. Auch wenn meine Karriere bisher nicht linear verlaufen ist, sind meine Ziele unverändert klar. Ich möchte zurück auf die DP World Tour und mich langfristig dort etablieren. Die grossen Schritte habe ich bereits einmal geschafft — und ich bin entschlossener denn je, diesen Weg erneut zu gehen.